Österreich

Wohin reisen die Deutschen am liebsten? Nach Italien natürlich. Oder war es Frankreich? Nein, Spanien? Falsch. Österreich ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen seit dem Zweiten Weltkrieg. In den 1950er-Jahren entdeckten die Wirtschaftswunder-Bundesbürger das Land des Walzers und der Geigen, nach der Wiedervereinigung strömten riesige Kontingente aus den neuen Bundesländern in die Alpenrepublik.
Ob Alt, Mittelalt oder Jung – für alle Generationen ist Österreich ein Sehnsuchtsziel. Denn es gibt zwar eine sprachliche Nähe, mental aber gehört das Volk der Österreicher schon zu den Südländern. Das macht die Sache reizvoll, denn da geht es schlamperter zu, ist man lockerer im Umgang mit der Zeit, gründelt nicht teutonisch tiefsinnig und hat eine Landschaftsvielfalt, die umwerfend ist. Von höchsten Alpengipfeln bis zu den drei tief eingekerbten Beckenlandschaften (Wiener, Grazer und Pannonisches Becken) sind sämtliche Panoramen vorhanden.
Dieses Land mit seinen Bergen und Seen, Wäldern und Weinhängen, großen Städten und versteckten Dörfern, mit Almabtrieb und Beisl, Fasnacht und Fiaker, Kaffeehaus und Kirtag (Kirchweih), Marterln (Bildstöcke) und Wintersport macht es denen, die es bereisen, leicht. Deshalb kommen so viele wieder, die Deutschen allen voran.
