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Urheberverbände fordern vom Parlament verbesserte Urheberrechtsreform

Unter dem Motto „Augenhöhe! Urheber stärken, nicht schwächen!“ protestierten heute rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von Urheber- und Künstlerverbänden sowie Gewerkschaften vor dem Reichstagsgebäude in Berlin, darunter auch mehrere Freischreiber.

Sie alle forderten von den Abgeordneten des Bundestages, den Entwurf der Bundesregierung für eine Neufassung des Urhebervertragsrechts im laufenden parlamentarischen Verfahren noch zu ändern – damit es eine Reform wird, die die Position der Urheberinnen und ausübenden Künstler wirklich und nachhaltig stärkt – und nicht den Interessen der Verwerter folgt. Zum Protest aufgerufen hatte die Initiative Urheberrecht, in der auch Freischreiber Mitglied ist, und die über 35 Verbände und Gewerkschaften mit insgesamt über 140.000 Mitgliedern vereint.

Trotz blumiger Versprechen und hehrer Pläne liesse die Regierung die vielen Urheber im Regen stehen, rief Pim Richter vom Verband Deutscher Drehbuchautoren  den Demonstranten zu, die im strömenden Regen auf Leitern und Tritten standen. Sie wollten damit genau jene Augenhöhe gegenüber Verwertern symbolisieren, die ihnen die Koalition dereinst in Aussicht gestellt hatte.

„Jetzt bleibt uns nur noch der Weg zu den Parlamentariern“, sagte Richter und erntete dafür lautstarke Zustimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den kommenden Tagen und Wochen, kündigte er an, würden sich die Initiative Urheberrecht sowie die darin vertretenen Verbände mit Nachdruck an Fraktionen, Ausschüsse und Abgeordnete wenden, um sie von den berechtigten Interessen und Positionen der Urheberinnen und ausübenden Künstler zu überzeugen.

Freischreiber unterstützt die #AktionAugenhöhe und ruft alle Mitglieder und alle freien Journalistinnen und Journalisten auf, sich hinter die Aktion zu stellen und für öffentlichen Druck auf die handelnden Akteuere im Deutschen Bundestag zu sorgen.