Freischreiber verleiht zum zweiten Mal den Himmel- und Hölle-Preis. Preisträger sind das Hamburger Magazin Enorm (Himmel) und die Redaktion von Sonntag aktuell (Hölle)
München 24.11.2012. Freischreiber hat die Redaktion des Magazins Enorm mit dem Himmel- Preis ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit die fairen Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung des kleinen Social Publish Verlags aus Hamburg, der zum zweiten Mal nominiert wurde. Jury-Mitglied Wolfgang Storz sagt: „Es ist eine besondere Leistung, wenn junge und (noch) kleine Unternehmen sich so fair und sozial verhalten, wie es die großen Medien-Unternehmen locker könnten und nicht tun.“
Der Hölle-Preis, der an Redaktionen vergeben wird, die freie Autoren besonders unfair behandeln, ging an Sonntag Aktuell. Der Grund: Seit vergangenem Jahr liefert die Redaktion von „Sonntag Aktuell“ Texte ihrer freien Mitarbeiter ohne weitere Vergütung an das Portal www.fernwehaktuell.com und den Reiseteil der „Münchener Abendzeitung“. Dafür gibt es keine vertragliche Grundlage, nur eine Mail an die Autoren zur Information. Die Proteste von 31 Autoren wurden nicht einmal beantwortet.
„Die Preisträger in diesem Jahr beweisen, dass es keine Frage allein der wirtschaftlichen Potenz ist, sondern der Unternehmenskultur, wie Verlage mit ihren Autoren umgehen“, sagt Benno Stieber, der Vorsitzende von Freischreiber. Auch in der Krise sollten sich die Redaktionen auf ihre wichtigste Ressource besinnen – ihre Autoren.
Weitere Nominierte für den Himmel-Preis waren in diesem Jahr das Monatsmagazin Mare, das Schweizer Magazin Reportagen und das Fachmagazin Solarthemen. Kandidaten für den Hölle-Preis waren die Madsack-Verlagsgruppe und das Handelsblatt.