Frei sein, schnell sein, Preis gewinnen
Das Reporter-Forum nimmt sich bei der zweiten Auflage seines Journalistenpreises nun auch der Kleinen unter den Reportern an: Eine von fünf neuen Kategorien ist künftig den freien Journalisten gewidmet, weil sie ja sonst selten eine Chance haben. Sie heißt: der "Rasende Reporter".
Wir freuen uns, dass das Reporter-Forum damit elegant thematisiert, dass freie Journalisten die Schnellarbeiter in der Medienbranche sind: Sie müssen schneller recherchieren und haben weniger Zeit zum Schreiben, damit Zeitaufwand und Honorar wenigstens in einem einigermaßen akzeptablen Verhältnis zueinander stehen.
Falls das gar nicht so gemeint sein sollte, müsste der Preis vielleicht besser umbenannt werden. Wir haben einige Vorschläge:
• Henri-Nannen-B-Preis, bzw. Henrilein oder Nännchen
• Naphtali
• Peter-Hartz-Preis (das Preisgeld kann auch in Form von Sachleistungen oder Gutscheinen für Schreibblöcke und Bleistifte ausbezahlt werden)
• Ein Herz für Freie (vielleicht kann Andrea Jürgens ihren einstigen Hit für die Preisgala umdichten)
Kommentare
Wie nett von den Reporter-Forum-Leuten, den Freien einen eigenen Preis zu geben. Das ist so wie bei Familienfesten, bei denen die Kinder am Katzentisch in der Küche saßen oder schon vorher abgespeist wurden, damit die Erwachsenen bei kerzenschein in Ruhe tafeln konnten. Nee, klar, ist bestimmt nett gemeint. Aber warum können nicht einfach die besten reportagen gekürt werden, egal ob von Festen oder von Freien?
Einerseits: Ja. Auch mein erster Reflex. Andererseits: Wenn nicht so, wie dann Kollegen? Lasst uns bitte keine SinnundUnsinnvon-Frauen-Quoten-Diskussion führen.
Hübsch im Zusammenhang mit der Preis-Diskussion auch Details aus der Nannen-Preis-Jury. Im Hamburger Abendblatt (2. Absatz) mehr.
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