Der :Freischreiber-Newsletter

Journalismus bizarr!


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

vermutlich kennen Sie das: Sie halten Ihren Artikel gedruckt vor sich und irgendwie ist er anders geworden. Bestimmte Textpassagen sind gestrafft, einzelne Sätze sind ganz weggelassen worden, auch im Aufbau sind manche Neuerungen zu beobachten. Da fragt man sich: Was darf eine Redaktion? Wie weit darf sie einen Text verändern, wie weit darf sie eingreifen – und wo ist Schluss? Darum geht es vereinfacht gesagt in dem Prozess des freien Journalisten Christian Jungblut versus  „Geo“ und damit das Verlagshaus Gruner + Jahr (zur Prozessgeschichte hier und hier schauen). Nun gab es in Hamburg einen weiteren Gerichtstermin, der zunächst ohne ein Urteil endete. Der zuständige Richter schlug beiden Parteien vor, sich doch zu vergleichen. Geschieht dies nicht, gibt es einen nächsten Termin. Verpasst wurde damit zunächst die Chance, einmal die Rechte und Pflichten von Autoren, aber auch von Redaktionen festzulegen. Und Christian Jungblut? Soll er weitermachen oder einlenken? Wir bitten um Wortmeldung.

Ihr seid die Besten!

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

 

wir haben es geschafft! Die 7000 Euro für unser Projekt „Freienbibel“ bei Krautreporter.de sind zusammen. Ein herzliches Dankeschön an unsere zahlreichen Unterstützer! Wir sind überwältigt. Für alle, die noch nicht dazugekommen sind: Unsere Frist läuft noch 30 Tage und wir sammeln weiter. Das geplante Praxishandbuch für freie Journalisten war knapp kalkuliert und wir versprechen, dass jeder gespendete Cent in die Optimierung der „Freienbibel“ gesteckt wird: in halbwegs faire Honorare, gutes Layout und qualitativen Druck. Zur Crowdfunding-Seite geht es hier entlang, dort erfahren auch alle, die das Wort „Freienbibel“zum ersten Mal hören, um was es genau geht.

„... wie der betrunkene Onkel auf der Weihnachtsfeier“

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir sind gerade ein wenig sprachlos, denn in diesem Moment stehen wir kurz vor dem Knacken der 90 Prozentmarke beim "Crowdfunding" für unsere Freienbibel. Das heißt: 90 Prozent des Geldes, das wir für die Umsetzung des geplanten Handbuchs für freie Journalisten benötigen, sind schon fast zusammen. Ehrlich: Wir sind überrascht, wir sind überwältigt und wir sind auch gerührt, dass wir eine so große Unterstützung erhalten und damit Zustimmung erfahren. Sie hören das Wort „Freienbibel“ zum ersten Mal? Hier werden Sie schlauer. Und für die, die schon schlau sind: trotzdem gucken. Es ist ein neuer, zweiter Film zu sehen! Und es fehlen noch etwas über 1000 Euro.


Überhaupt scheint das Crowdfunding bei Krautreporter.de eine feine Sache zu sein: Elf Projekte konnten in den letzten Wochen realisiert werden, nur bei zwei hat es nicht geklappt. Weitere Projekte – so wie unseres – sind auf einem guten Weg. Das ist doch ein klasse Ergebnis.

Lassen Sie uns also ruhig weiter über Geld reden: Denn die Deutsche Journalistenunion (DJU) und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben fristgerecht den Tarifvertrag mit dem Zeitungsverlegerverband über die Bezahlung der festangestellten Redakteuren und -redakteurinnen gekündigt und fordern für diese nun mehr Geld. Das ist nicht so ganz unsere Baustelle, aber es soll auch um die Entlohnung der Arbeitnehmer ähnlich beschäftigten Freien gehen und manchmal ist in einem Nebensatz auch mal kurz von den „ganz“ Freien die Rede, also im weitesten Sinne von uns. Können wir da etwas erwarten?

Sie sind dran

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir präsentieren: die Freienbibel. Das ist ein Praxishandbuch für freie Journalisten. Erfolgreiche Freie erklären darin ihr Geschäftsmodell, geben Tipps für Honorarverhandlungen und schreiben über ihre Zusammenarbeit mit Redaktionen. Wie kann man im Ausland frei arbeiten, mit welchen interessanten Geschäftsmodellen lässt sich Geld verdienen? Alles Fragen, die in der Freienbibel beantwortet werden. Das finden Sie interessant, Sie wollen die Freienbibel haben? Dann helfen Sie uns, das Projekt umzusetzen. Das Buch gibt es bisher nämlich nur als Konzept, denn so ein Projekt ist leider teuer, und unsere Vereinskasse gibt es nicht her. Deshalb sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir wollen die Freienbibel per Crowdfunding finanzieren. Das Prinzip: Viele spenden wenig, bis die benötigte Summe von 7000 Euro zusammen ist. Das Ganze läuft über die Finanzierungsplattform Krautreporter, die ausschließlich journalistische Projekte lanciert. Hier entlang zum mehr Sehen, Hören, Lesen und zum Unterstützen. Und weil das Ganze kein Geheimnis bleiben soll, bitte gern auch weitersagen. Bisher konnten wir in wenigen Tagen schon mehr als 2700 Euro zusammenbekommen. Herzlichen Dank schon einmal an alle Unterstützer!

Schelte

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wie schnell es gehen kann - wir kennen das ganz genau: ein Missverständnis, ein neuer Redakteur, Einsparungen, und schwups ist man seinen Job los, manchmal sogar auf unschöne Weise. Dass es auch in den Chefetagen so schnell und vor allem so anstandslos zugehen kann (siehe SZ vom 9.4.), zeigt das Vorgehen des Spiegel-Verlags. Die Doppelspitze Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron ist abberufen, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung, wie es aus dem Verlag hieß. Wie es weitergeht, weiß momentan noch keiner. (Zum Thema Zusammenspiel Print/online und „Spiegel“ der Journalistik-Professor Klaus Meier in der „Taz“).

Spiegelmanieren“ nennt Ähnliches Padma Rao, die jahrelang als Korrespondentin mit Zeitverträgen für das Magazin schrieb. Mit der Begründung, das Büro in Delhi werde dichtgemacht, wurde ihr Zeitvertrag 2012 nicht verlängert. Kurze Zeit später übernimmt ein Deutscher das Büro. Frau Rao wehrt sich, die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Schelte

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wie schnell es gehen kann - wir kennen das ganz genau: ein Missverständnis, ein neuer Redakteur, Einsparungen, und schwups ist man seinen Job los, manchmal sogar auf unschöne Weise. Dass es auch in den Chefetagen so schnell und vor allem so anstandslos zugehen kann (siehe SZ vom 9.4.), zeigt das Vorgehen des Spiegel-Verlags. Die Doppelspitze Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron ist abberufen, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung, wie es aus dem Verlag hieß. Wie es weitergeht, weiß momentan noch keiner. (Zum Thema Zusammenspiel Print/online und „Spiegel“ der Journalistik-Professor Klaus Meier in der „Taz“).

Spiegelmanieren“ nennt Ähnliches Padma Rao, die jahrelang als Korrespondentin mit Zeitverträgen für das Magazin schrieb. Mit der Begründung, das Büro in Delhi werde dichtgemacht, wurde ihr Zeitvertrag 2012 nicht verlängert. Kurze Zeit später übernimmt ein Deutscher das Büro. Frau Rao wehrt sich, die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Schelte

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wie schnell es gehen kann - wir kennen das ganz genau: ein Missverständnis, ein neuer Redakteur, Einsparungen, und schwups ist man seinen Job los, manchmal sogar auf unschöne Weise. Dass es auch in den Chefetagen so schnell und vor allem so anstandslos zugehen kann (siehe SZ vom 9.4.), zeigt das Vorgehen des Spiegel-Verlags. Die Doppelspitze Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron ist abberufen, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung, wie es aus dem Verlag hieß. Wie es weitergeht, weiß momentan noch keiner. (Zum Thema Zusammenspiel Print/online und „Spiegel“ der Journalistik-Professor Klaus Meier in der „Taz“).

Spiegelmanieren“ nennt Ähnliches Padma Rao, die jahrelang als Korrespondentin mit Zeitverträgen für das Magazin schrieb. Mit der Begründung, das Büro in Delhi werde dichtgemacht, wurde ihr Zeitvertrag 2012 nicht verlängert. Kurze Zeit später übernimmt ein Deutscher das Büro. Frau Rao wehrt sich, die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Kai Dieckmann hat eine neue Brille

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,


na, Ostern gut überstanden? Wieder den Kopf frei für einen neuen Newsletter? Dann los:

Machen Sie mit bei unserer Aktion Wasjournalistenverdienen.tumblr.com und verraten Sie uns und der Welt anonym die Honorare, die man Ihnen für Ihre Arbeit zahlt: „Ein Honorarpranger. Eine Empfehlungsseite für gute Auftraggeber. Ein Werkzeug für alle freien Kollegen“, um uns ausnahmsweise mal selbst zu zitieren. Das Echo ist gewaltig: Der Strom an Meldungen reißt nicht ab, diverse Mediendienste haben auf die Aktion hingewiesen.


Okay – nicht alle finden das cool. Der DJV zum Beispiel wirft uns vor, wir würden den Interessen der Freien eher schaden. Bilden Sie sich bitte ihr eigenes Urteil.


Was uns auch heute darin bestärkt, Sie weiterhin um Unterstützung zu bitten, ist die oft absolut schlechte Bezahlung, die sichtbar wird. Grad frisch eingetroffen: „Fränkische Nachrichten“: 20 Cent die Zeile. Oder die „Augsburger Allgemeine“: 50 Cent pro Zeile, völlig egal ob Interview, Reportage oder Bericht. Und der, der oder die, die das gerade meldete, schreibt dazu: „Vergütungsregeln werden laut offizieller Webseite von DJV und DJU umgesetzt, davon kann in der Realität aber nicht annähernd die Rede sein.“

Man darf die Hoffnung ja nie aufgeben ...

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

versprochen, es wird vorerst das letzte Mal sein, dass wir dieses Wort in die Tastatur tippen: L_E_I_S_T_U_N_G_S_S_C_H_U_T_Z_R_E_C_H_T. Es ist am vergangenen Freitag leider doch vom Bundesrat verabschiedet worden und gilt. Trotz lauter Kritik aus dem Netz, von uns, sogar dem DJV, selbst der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der SPD. „Leistungsschutz-Yoga mit Peer Steinbrück“ heißt unsere Reaktion darauf. Wie kommt’s? Lesen Sie selbst.

Abschließend dazu – ganz wirklich – eine kleine Erheiterung zum Thema, eine Chronologie der Ereignisse und ein Aufruf von Wolfgang Michal: „Sascha, sei du unser Grillo!"

Ostern

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

versprochen, es wird vorerst das letzte Mal sein, dass wir dieses Wort in die Tastatur tippen: L_E_I_S_T_U_N_G_S_S_C_H_U_T_Z_R_E_C_H_T. Es ist am vergangenen Freitag leider doch vom Bundesrat verabschiedet worden und gilt. Trotz lauter Kritik aus dem Netz, von uns, sogar dem DJV, selbst der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der SPD. „Leistungsschutz-Yoga mit Peer Steinbrück“ heißt unsere Reaktion darauf. Wie kommt’s? Lesen Sie selbst (freischreiber.de/home/peer-steinbr%C3%BCck-yoga).

Abschließend dazu – ganz wirklich – eine kleine Erheiterung (www.freitag.de/autoren/klaus-raab/erklaer-das-mal-deiner-mudda) zum Thema, eine Chronologie der Ereignisse (breitband.dradio.de/lsr) und ein Aufruf von Wolfgang Michal: „Sascha, sei du unser Grillo!" (carta.info/56021/sascha-sei-du-unser-grillo).

Während die Politiker ihren Versprechungen widersprachen, haben wir FREISCHREIBER mit einem ganz anderen Thema für Wirbel gesorgt: Wasjournalistenverdienen.tumblr.com. Warum? Weil wir für Transparenz sorgen wollen und uns zum Beispiel fragen, ob sich Redaktionen von Qualitätszeitungen eigentlich Gedanken darüber machen, wie viele Reportagen ein Reporter im Monat anfertigen kann und muss, um überleben zu können. Der Tumblr wurde schon fleißig gefüllt, sogar von Chefredakteuren. Helfen Sie mit und schreiben auch Sie, wie viel Sie wo verdienen und feuern damit die Diskussion um Honorarbedingungen im Journalismus an. Wir haben darauf sogar aus Österreich und Italien Reaktionen bekommen und Aufmerksamkeit bei deutschen Mediendiensten wie Turi und Kress. Das zeigt uns: FREISCHREIBER ist auf dem richtigen Weg und wird gehört!

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