Neues von Freischreiber

Liebe Empfänger des Freischreiber-Newsletters,

 

die kommende Woche bringt Journalisten aus allen Teilen Deutschlands und sicherlich auch aus weiter Ferne zu einem großen Treffen zusammen, bei dem über alles diskutiert und gefachsimpelt wird, was unseren Beruf gerade so, nun ja, spannend macht, was Gewissheiten in Frage stellt und nach Neupositionierung verlangt.

Die Rede ist von der Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz in Hamburg am Wochenende – einer Art Kirchentag für Journalisten. Deren Organisatoren haben dem Treffen den vielsagenden Titel „Journalismus zwischen Morgen und Grauen“ gegeben.

Warum wir hier so nachdrücklich für die Veranstaltung einer anderen Journalisten-Organisation werben, ist schnell geklärt: Erstens gibt es dort eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen, zweitens ist es doch immer nett, unter Kollegen zu sein, drittens trägt Freischreiber als Kooperationspartner einiges zum Programm bei, wovon vor allem freie Journalisten (und die, die es vielleicht bald werden) besonders profitieren können. Mehr dazu unten, insbesondere wichtig in dem Zusammenhang ist ein Aufruf (nicht nur) an freie Journalisten.

Außerdem möchten wir auf unsere außerordentliche Migliederversammlung hinweisen, die am Rande der Netzwerk-Recherche-Tagung stattfindet. Schließlich offenbaren wir mal wieder einen Blick auf  unsere Webseite.

 

Die Themen dieses Newsletters:

1. Vorschau auf die Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz am am 5./6. Juni 2009

2. Ein Aufruf (nicht nur) an freie Journalisten

3. Mehr zur außerordentlichen Mitgliederversammlung von Freischreiber

4. Ein Blick auf die Webseite

 

zu 1. Vorschau auf die Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz am 5./6. Juni 2009


„Journalismus zwischen Morgen und Grauen“ lautet das Oberthema der diesjährigen Netzwerk-Recherche-Tagung in Hamburg. Rund 100 Veranstaltungen haben die Organisatoren ins Programm genommen – Kommen, Zuhören und Mitdiskutieren  lohnt sich. Das Anmeldeformular sowie das Programm finden sich hier. Die Anmeldung läuft, es gibt keine Tageskasse.

Wir erlauben uns, an dieser Stelle speziell auf die Veranstaltungen hinzuweisen, an denen Freischreiber beteiligt ist:

 

Freitag, 5. Juni, 16 Uhr:

Viel Lob, keine Kohle – Wie Freie besser verhandeln.*
Christian Sauer (Coach), Moderation: Kai Schächtele (freier Journalist)

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* Dazu steht unter 2. ein Aufruf mit der Bitte um Mithilfe!
 

Freitag, 5. Juni, 17 Uhr, und Samstag, 6. Juni, 12 Uhr:

Das Bermuda-Dreieck für Freie: KSK, Finanzamt, Arbeitsamt
Wolfgang Kiesel (Journalist und Freien-Berater)

 

Samstag, 6. Juni, 14:15 Uhr:

Rendite statt Recherche: Ist der Journalismus noch zu retten?
Podiumsdiskussion mit Hans-Jürgen Jakobs (sueddeutsche.de, Chefredakteur),
Jakob Augstein (der Freitag, Chefredakteur), Stefan Niggemeier (bildblog), Dr. Robin Mayer-Lucht (carta.info), Wolfgang Michal (freier Journalist), Moderation: Benno Stieber (freier Journalist)

 

Samstag, 6. Juni, 18 Uhr:

Freischreiber-Stammtisch und eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der Gaststätte Omiros, Koppelstraße 24, Hamburg – zu Fuß nicht weit vom NDR-Funkhaus, wo die Netzwerk Recherche-Jahreskonferenz stattfindet. Der Freischreiber-Stammtisch ist die Gelegenheit für Gespräche von Freien zu Freien, zum Erfahrungsaustausch und zur weiteren Arbeit von Freischreiber. Freie, mal ganz unter sich.

Weitere Informationen zur Mitgliederversammlung unter 3.

 

zu 2.  Ein Aufruf (nicht nur) an freie Journalisten


„ Viel Lob, keine Kohle – Wie Freie besser verhandeln“, so heißt einer der von Freischreiber organisierten Programmpunkte während der Netzwerk-Recherche-Tagung. Gerade in Zeiten der Wirtschaftsflaute, der Anzeigenkrise und allgemeinen Verunsicherung über die Zukunft der Branche müssen sich freie Journalisten wappnen.

Einerseits werden sie gebraucht, andererseits merken sie das nicht unbedingt am Honorar. Bei ihnen wird gerne gekürzt, und die Kürzung wird mit absurden Argumenten unterfüttert. Oder bestellte Texte werden nach pünktlicher Lieferung in die Endlos-Warteschleife geschickt, weil sie plötzlich doch nicht mehr so gut ins Konzept passen – und das Honorar läßt ebenfalls auf sich warten. Wenn der Text dann anstatt der verabredeten Länge um die Hälfte gekürzt erscheint, soll es plötzlich nur das halbe Honorar geben.

Ja, das sind einige Fährnisse unseres Alltags. In Zusammenarbeit mit dem Journalisten-Coach Christian Sauer will Freischreiber Strategien vorstellen, wie sich freie Journalisten durch geschicktes Verhandeln und schlagkräftige Argumente von Anfang an in eine bessere Position bringen.

Damit Christian Sauer das an einigen konkreten Beispielen mit den Teilnehmern erarbeiten kann, bitten wir um Mithilfe: Was sind die absurdesten Argumente, die sich Freie in Honorar- bzw. Textverhandlungen von Redakteuren anhören mussten? Was sind die krudesten Ausflüchte, mit denen Redaktionen Texte mitsamt Honorar in die Warteschleife geschickt haben?

Sachdienliche Hinweise bitte umgehend an: kontakt@freischreiber.de



zu 3. Mehr zur außerordentlichen Mitgliederversammlung von Freischreiber


Wie der Freischreiber-Stammtisch findet auch die außerordentliche Mitgliederversammlung von Freischreiber am Rande der Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz statt. Wir treffen uns am Samstag, 6. Juni, ab 18 Uhr in der Gaststätte Omiros, Koppelstraße 24, Hamburg – zu Fuß nicht weit vom NDR-Funkhaus, wo das Netzwerk Recherche-Treffen stattfindet. Gegenstand ist eine kleine Satzungsänderung, die das Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg noch von uns verlangt. Mehr dazu hier.



zu 4. Ein Blick auf die Webseite


Das kleine Freischreiber-Handbuch soll nach und nach zu einem Ratgeber für freie Journalisten werden. Da wir aber ja über die Grenzen des Freienjournalismus hinaus denken, sind die einzelnen Kapitel dort auch für alle anderen Journalisten interessant. Heute weisen wir auf einen Text hin, der helfen soll, lästigen Schreibblockaden zu entkommen. Es geht um Linsensuppen, sakrale Handlungen und anderen, härteren Stoff. Bitte sehr!


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Nun noch ein Wort zum Schluss: Wer mit Freischreiber die Arbeitsbedingungen freier Journalisten verbessern, die Zusammenarbeit zwischen Redaktionen und Freien professionalisieren und sich mit den Kollegen virtuos vernetzen möchte, ist herzlich willkommen. Unsere Mitgliedsanträge liegen hier bereit, unsere Ziele können auf dieser Seite nachgelesen werden.

 

Herzliche Grüße zum Wochenbeginn,

die Freischreiber