Neues von Freischreiber: Der kleine Tarifrechner wird unersetzlich, außerdem: Termine und wichtige Infos
Sehr geehrte Damen und Herren,
es folgen – wie beinahe jeden Mittwoch – einige Hinweise von Freischreiber, dem "kleinen, jungen, flexiblen und onlineaffinen" Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten.
Die Zeiten, in denen unser kleiner Tarifrechner ein unersetzliches Arbeitsinstrument für freie Journalisten wird, rücken immer näher: Die beiden etablierten Journalisten-Gewerkschaften DJV und dju/Verdi haben den "Gemeinsamen Vergütungsregeln" für hauptberuflich freie Tageszeitungsjournalisten zugestimmt, die sie in jahrelangen Verhandlungen mit dem Zeitungsverlegerverband BDZV ausgehandelt haben. Nur noch dessen Zustimmung steht aus, bevor die Honorarvereinbarung am 1. Februar in Kraft tritt. Wir finden das bedauerlich, denn die Honorare schreiben fest, dass Tageszeitungsjournalismus nichts ist, von dem man leben kann. Dass Gewerkschaften so etwas zustimmen, ist merkwürdig. Zumindest die dju ist so ehrlich und schreibt, "berauschende Honorarsätze" seien nicht erzielt worden.
Wir möchten Sie heute außerdem gerne auf das Freelens-Magazin hinweisen, das Freischreiber gemeinsam mit Freelens und der Illustratoren Organisation konzipiert hat. Schwerpunkt des Heftes ist die Frage, wie Verlage mit den Kreativen umgehen und welche Antworten freie Autoren, Fotografen und Illustratoren darauf finden müssen. Sämtliche Artikel finden Sie hier auf unserer Seite, das vollständige Heft können Sie auch bei Freelens einsehen.
Außerdem haben wir wieder einige Termine und andere Informationen für Sie heraus gesucht.
Zunächst etwas für Kurzentschlossene: Die Heinrich-Böll-Stiftung und irights.info laden für heute abend, 19 Uhr, nach Berlin zu einer Podiumsdiskussion über "Zeitungsverlage und die Herausforderungen der Link-Ökonomie". Auf dem Podium sitzt neben Axel Springers Head of Public Affairs Christoph Keese auch Freischreiber-Vorstandsmitglied Dr. Eva-Maria Schnurr, moderiert wird der Abend von Matthias Spielkamp (irights.info). Matthias Spielkamp hat hier einige Infos und eine Lektüreliste zum Einlesen in das Thema zusammengestellt. Wer es nicht nach Berlin schafft, kann den Abend bei carta.info im Livestream verfolgen.
Ebenfalls heute endet die Anmeldefrist für die Feedback-Seminare des Reporter-Forums. Im kleinen Kreis werden dort sehr intensiv eigene Reportagen besprochen. Sehr hilfreich ist das, finden nicht nur wir.
Am Mittwoch, 3. Februar, treffen sich wieder die Freischreiber aus Bremen und umzu im Bandonion, Gertrudenstraße 37. Anmeldungen nimmt Tanja Krämer entgegen, auch Nicht-Mitglieder sind wie immer herzlich willkommen.
Bis zum 15. April 2009 können Journalisten Reportagen für den Reportagepreis des Journalisten-Netzwerks n-ost einreichen. Informationen und Teilnahmebdingungen finden sich hier.
Und dann noch der Hinweis für alle freien Journalisten: Bis zum 31. Januar nimmt die VG WORT Meldungen für die diesjährige Ausschüttung entgegen. Man vergisst das so leicht, deshalb erinnern wir daran.
So viel für heute, herzliche Grüße,
Ihre Freischreiber