Neues von Freischreiber: Termine und Lektüreschau

Guten Tag, verehrte Leserinnen und Leser,

 

heute blicken wir ausnahmsweise mal nach Schleswig. Im dortigen Volkskundemuseum läuft derzeit eine Ausstellung über Adventskalender. Wer sie besucht, kann lernen, dass Protestanten, bevor all die bunten Pappkalender mit Schokofiguren auf den Markt kamen, Zettelchen an Bäume hängten. Und wenn 24 Zettel hingen, dann war klar: ’s ist Weihnachten. Insofern funktioniert unser wöchentlicher Rundbrief wie ein Proto-Adventskalender in sehr reduzierter Form: Heute läuten wir die Adventszeit ein mit Rundbrief eins, dann gibt es Rundbrief zwei und drei, und wenn der vierte Rundbrief kommt, dann steht Weihnachten vor der Tür. Ob Sie sich die Briefe ausgedruckt an ein Bäumchen hängen, überlassen wir Ihnen.

 

Und damit zum Inhaltlichen: Sie finden hier heute Termine, die für Mitglieder und Nicht-Mitglieder interessant sind, außerdem haben wie immer unsere Lektüreschau für Sie zusammen gestellt.

 

Zunächst die Termine:

 

In München treffen sich die dortigen Freischreiber am Freitag, 4. Dezember, um 19 Uhr im Café Gap in gemütlicher Runde, um beim (Advents)-Bierchen zu besprechen, was sie im kommenden Jahr auf die Beine stellen wollen und können.

 

Die Bremer Freischreiber treffen sich am Freitag, dem 18.12., ab 20.30 im Tertulia. Ein großer Tisch ist reserviert, um kurze Anmeldung per Mail an Tanja Krämer wird gebeten. Themen sollen u.a. sein: das aktuelle Freelens-Magazin – ein Projekt von Freischreiber, Freelens und der Illustratoren Organisation (dazu weiter unten mehr), ein Bericht über die Lese-Reise der Freischreiber und ein Brainstorming zu Aktionen oder Anliegen buten un binnen – wie man in Bremen und umzu sagt – und natürlich freiberuflicher Klönschnack jedweder Art. Interessierte sind wie immer willkommen!

 

Außerdem wurden wir gebeten, auf folgende Veranstaltungen hinzuweisen:

 

Die rheinland-pfälzische Landesvertretung in Berlin lädt für Dienstag, 8. Dezember 2009, um 19 Uhr zum Mainzer Mediendisput in ihr Gebäude In den Ministergärten 6, 10117 Berlin. Auf dem Programm steht ein Thema, das gerade im Schatten des Berliner Reichstagsgebäudes mal dringend diskutiert werden muss: "Klartext oder Weichzeichner – vom Sprachverlust und Orientierungsverzicht der Politik". Teilnehmer auf dem Podium sind Tobias Korenke (Publizist aus Berlin), Frank A. Meyer (Chefpublizist Ringier Verlag, Zürich), Uwe Pörksen (Sprachwissenschaftler, Universität Tübingen), Christina Schildmann (SPD-Parteivorstand, Berlin), Thomas Steg (bis neulich stellv. Regierungssprecher), Michael H. Spreng (Politikberater, Berlin). Moderiert wird der Abend von Thomas Leif (SWR). Im Anschluss an die Diskussion wird der "Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen" der Journalistenvereinigung netzwerk recherche vergeben, Laudator ist Georg Mascolo, einer der beiden Chefredakteure des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.

 

Ein halbes Jahr vor der Fußball-WM richtet journalists.network e.V. eine Recherchereise für elf junge Journalistinnen und Journalisten nach Südafrika aus. Bewerben kann sich jeder bis 35, Selbstzahler zahlen 700 Euro. Im Fokus stehen Politik, Wirtschaft und Kultur in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria. Hier geht es zur Ausschreibung.

 

Das Pressenetzwerk bietet am 12. und 13. Dezember ein Seminar für NachwuchsjournalistInnen an, die sich auf dem Weg in den freien Journalismus befinden. In der Ausschreibung heißt es:

„Krise, Krise, aber nicht bei mir? Ob Gruner & Jahr oder der WDR – Verlage und Sender bauen Stellen ab. In den Redaktionen bleibt immer mehr Arbeit an immer weniger fest Angestellten hängen. Die Chance für freie Journalist/innen. Für den Sprung in die Selbstständigkeit gibt es in unserem Seminar den passenden Fallschirm: Künstlersozialkasse, VG Wort, Überbrückungsgeld, Steuern, Versicherungen, Büroausstattung Verwaltung, netzwerken und vor allem verkaufen, verkaufen, verkaufe… und das möglichst mehrfach an Print, Hörfunk, Fernsehen, Online und an PR-Auftraggeber. Dann steht der großen Freiheit (fast) nichts mehr im Wege. Alle Infos dazu gibt es hier.

 

Und nun die wöchentliche Lektüreschau, Lesenswertes aus dem WWW, exklusiv von uns zusammengestellt:

 

Pflichtlektüre für alle, die was mit Medien machen, ist das Zeit-Dossier "Deutschland, entblättert", in dem Anita Blasberg und Götz Hamann Redaktionen und Medienverantwortliche besucht haben. Nach der Lektüre könnte man ein Kerzlein anzünden und – wenn man an die Macht von Gebeten glaubt – beten.

 

Was aber sonst und darüber hinaus tun – zumal als Freier? Vorschläge hat Henry Steinhau im Freitag aufgeschrieben.

 

Der DJV hatte neulich in seinem Freien-Blog die Frage aufgeworfen, ob Freie twittern sollen. Wen das etwas ratlos gemacht hat, der findet im Blog der Medienjournalistin Ulrike Langer zehn Antworten, die zur Erhellung beitragen.

 

Auch in diesem Newsletter kommen wir nicht an dem Thema „Regeln im Internet/Leistungsschutzrecht und die Rolle der Urheber“ vorbei. Im Deutschlandradio gab's eine sehr interessante Debatte u.a. mit Konstantin Neven DuMont und Jens Seipenbusch von den Piraten. Hier der Podcast zum Nachhören.

 

Freischreiber hat sich – gemeinsam mit den Kollegen von Freelens und der Illustratoren Organisation – mit einem lesenswerten Dossier zum Thema zu Wort gemeldet. Natürlich sind wir als Beteiligte befangen, können die Lektüre des Magazins aber ganz uneingeschränkt empfehlen. Mehr zum Inhalt steht hier.

Das Freelens-Magazin kann ab sofort zum Preis von 5 Euro bestellt werden bei Freelens Media GmbH, Steinhöft 5, 20459 Hamburg oder per E-Mail unter: media@freelens.com.

 

Zum Abschluss des heutigen Rundbriefes noch ein Link zum Kiosk: Gerade ist das neue Medium-Magazin unter anderem mit einer neuen Folge der Freischreiber-Serie "Ideen für die Selbständigkeit" erschienen. Diesmal erzählt ein Videojournalist, wie er als freier Korrespondent aus Spanien arbeitet. Das Heft gibt's an gut sortierten Kiosken.

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit,  

 

Ihre Freischreiber