Besuch im Fegefeuer

Hölle-Preis an „Tagesspiegel“ übergeben.

Heiß stellten wir es uns in der Hölle vor. Und dann war es dort aber gar nicht so unangenehm an diesem mittelwarmen Sommertag im Juli. Weil Lorenz Maroldt zur Preisvergabe im April nicht nach Hamburg kommen konnte, kam der Preis jetzt in Begleitung der Vorstände Benno Stieber und Carola Dorner zum „Tagesspiegel“ nach Berlin.

Dort wurde er freundlich entgegengenommen. Normalerweise rechnen wir mit Widerrede, Lamento, Beteuerungen. Beim „Tagesspiegel“ erlebten wir nichts davon. Ein einsichtiger Chefredakteur Maroldt erklärte uns, wie es zur Katastrophe kam, die dazu führte, dass die „Tagesspiegel“-Freien von heute auf morgen im Regen standen. Es war nämlich eine Anweisung des Verlages. Den Negativ-Preis müsse er dann ja wohl entgegennehmen, sagte Maroldt.

Aber ein Weg aus der Hölle ist möglich. Vielleicht auch für den „Tagesspiegel“. Tatsächlich macht man sich dort Gedanken über alternative Vergütungsmodelle, um die Zusammenarbeit mit den Freien zu optimieren. Unseren Code of Fairness haben wir Lorenz Maroldt als Anregung dagelassen. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Juli 2016