Der Freischreiber-Zukunftskongress am 18. September. Annette Milz: "Dieser Kongress kann das Bewusstsein der ganzen Branche für die Qualität der Freien fördern"

Am 18. September laden wir nach Hamburg zum Freischreiber-Zukunftskongress. Bis dahin stellen wir an dieser Stelle Teilnehmer und Referenten vor. Heute: die Chefredakteurin des medium magazins Annette Milz. Sie hält neben Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, eine Keynote zu Beginn des Kongresses. 1. Frau Milz, warum haben Sie die Einladung zum Freischreiber-Zukunftskongress angenommen? Erstens: Weil ich die Initiative einer unabhängigen Freien-Interessenvertretung großartig und wichtig finde. Zweitens: Weil es mich sehr interessiert, welche Perspektiven dort diskutiert werden. Drittens: Weil es ohne Freie nicht geht und deshalb dieser Kongress das Bewusstsein in der ganzen Branche für die Qualität und Qualifikation von Freien fördern kann und sollte. 2. Was müssen freie Journalisten in den nächsten Jahren tun, damit sie weiter von ihrem Beruf leben können? Sie sollten das, was gute freie Journalisten schon immer auszeichnete, noch stärker pflegen: Flexibilität und Spezial-Knowhow gepaart mit einer selbstbewussten Vermarktung der eigenen “Marke” – als Einzelkämpfer oder im Team. Das heißt: Eine attraktive Website als Visitenkarte, Kenntnisse und ein Engagement auf dem Gebiet der Online- und Social Media – und sei es auch nur, um zu wissen, wie das funktioniert und was es dafür braucht – kann nur förderlich sein. Wer auf diesem Gebiet mit einem Knowhow-Vorsprung punkten kann, hat sicher gute Chancen. Außerdem: Fähigkeiten für Beratung, Moderation, Training und Lehre sollten zu einem zweiten Standbein ausgebaut werden. Und: Einzelkämpfer werden es künftig sicher noch schwer haben – Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich sehe deshalb viel Potenzial in professionell organisierten Netzwerken/Redaktionsgemeinschaften, weil verlässliche Ansprechpartner Redaktionen unter Zeit- und Produktionsdruck ungemein das Leben erleichtert und so auch größere und damit lukrativere Projekte besser zu stemmen sind. 3.Was erwartet Sie sich von dem Kongress? Interessante Gespräche, innovative Ideen, schonungslose Berichte aus der Praxis und offene Fenster für Ausblicke in die Zukunft.