Initiative Urheberrecht fordert angemessene Vergütungen bezüglich Online-Mediatheken

Die Initiative Urheberrecht fordert bezüglich der Online-Mediatheken von ARD und ZDF, dass die Sender „allen Urheberinnen und Urhebern sowie den ausübenden Künstlerinnen und Künstlern die Nutzungen von Werken und Darbietungen in Mediatheken endlich angemessen vergüten, zusätzlich und vom ersten Tag an.“  So heisst es in einer Stellungnahme der Initiative, in der Freischreiber Mitglied ist.

Momentan würden die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten den beteiligten Journalistinnen und Journalisten mitunter zu geringe Vergütungen zahlen und diese zudem nicht ab dem ersten Tag, an dem die Sendungen online verfügbar sind, heisst es in der Stellungnahme.

„Die bisherigen Regeln sehen keine Vergütung vor, welche die aktuelle Mediathekennutzung adäquat abbildet“, so die Forderung. „Eine Vergütung für die Mediathekennutzung ist im Übrigen nur dann angemessen, wenn sie ab dem ersten Tag der Nutzung erfolgt“.

Um zu berechnen, wie die Nutzung in den Online-Mediatheken angemessen zu vergüten wäre, sollten die Regelungen für Sendewiederholungen im linearen Rundfunk zugrunde gelegt wurden, zudem seien die territoriale Reichweite – national wie international – sowie die Dauer zu berücksichtigen.“

Wir Freischreiber unterstützen diese Forderungen der Initiative Urheberrecht  – gemäß unserer Position, dass jede zusätzliche Nutzung freier journalistischer Arbeit angemessen zu vergüten ist und dass freie Autoren an allen Erlösen ihrer Werke finanziell zu beteiligen sind.

Mehr dazu: Die Stellungnahme auf der Website der Initiative Urheberrecht. In der Initiative arbeiten mittlerweile mehr als 35 Verbände und Gewerkschaften zusammen, die die Interessen von insgesamt rund 140.000 Urheber/innen und ausübenden Künstler/innen vertreten.