Live aus der Freien-Hölle

Neues aus dem Fegefeuer: Eine Redakteurin nominiert ihre eigene Redaktion für den Hölle-Preis. Und wir hören, dass manche Freie uns ihren teuflischsten Auftraggeber lieber nicht nennen, aus Angst, es könnte auf sie zurückfallen. Egal ob fest oder frei: Wir machen die Namen unserer Tippgeber garantiert nicht öffentlich! Gerade ist der hundertste Vorschlag für den Himmel-und-Hölle-Preis eingegangen. Hier sind die zehn fiesesten Erlebnisse der Woche: TOP 10. »Hier wird in Texten von freien Autoren rumgeschrieben, weil es eben die Werke freier Autoren sind.« TOP 9. »Dass Mails, Textvorschläge und telefonische Anfragen aber komplett ignoriert werden, ist relativ neu und gerade bei einem renommierten Blatt beschämend.« TOP 8. »Anfragen für Multimedia-Beiträge, Apps oder Mitwirkung an Sonderaktionen ohne extra Vergütung.« TOP 7. »Das dösige Fotoressort löscht die Bilder nach dem ersten Mal senden grundsätzlich oder verliert sie auf andere Weise.« TOP 6. »Da werden munter Absätze weggelassen und neu geschrieben, mal eben eine These eingefügt – auch wenn sie der Meinung des Autors (und der Experten) widerspricht.« TOP 5. »Aus 1-Seitern werden magischerweise 2-Seiter, die aber nur als eine Seite honoriert werden.« TOP 4. Der Redakteur, der »die wahrlich nicht üppigen Verbindlichen Vergütungsregeln einfach nochmal halbiert – im Brustton der Überzeugung.« TOP 3. »Sie zahlen nach frühestens acht Wochen und das auch nur nach Mahnung. Und sie verklagen aufmüpfige freie Autoren, die ihre eigenen Texte auf ihrer eigenen Homepage veröffentlichen.« TOP 2. »Für die gesamte Seite (!) gab es ca. 90 Euro mit dem Hinweis: ›Wir sind halt die [ X ].‹« TOP 1. »Ideen werden eingefordert und dann großzügig an andere Kollegen / Freie verteilt.« Soetwas haben Sie auch erlebt? Nominieren Sie Ihre fiese Redaktion für den Freischreiber-Hölle-Preis 2011: vorschlag@himmel-und-hoelle-preis.de