Schrottwichteln bei den Münchnern

Wir Münchner Freischreiber – zumindest acht von uns – haben Anfang Dezember die Weihnachtszeit mit chinesischem Fondue (Huo Guo = Hot Pot) und traditionellem Wichteln eingeläutet. Neben exotischen Leckereien wie Hühnerfüße oder Schweineohren (für die Vegetarier alternativ allerlei Pilze, Tofu und Grünzeug) auf dem Tisch, gab es Überraschendes aus dem Sack. Was die einen nicht mehr mochten – ob Gummifisch, Andrea Bocelli oder die Haushaltshilfe für den Alltag – kam beim Geschenkempfänger zum Teil richtig gut an, sorgte jedenfalls für allgemeine Erheiterung. Und darum ging es uns diesmal: um geselliges Beisammensein abseits aller Widrigkeiten des Berufslebens. Und nachdem die ‘Fire Dragon Lounge’ nicht eben übermäßig weihnachtliche Stimmung verbreitete, damit sich unsere Weihnachtsmuffel wohl fühlen, sind wir spätabends mit vollem Bauch ins Lenz weitergezogen, wo geschmückte Bäumchen in Pflanzkübeln bei gedimmter Beleuchtung herrlich kitschig auf den Fensterbrettern strahlten…