Foto: Christian Lendl, CC BY 2.0

Solidarität mit den streikenden freien dpa-Fotografen

Die freien Fotografen, die als Pauschalisten für die Landesdienste der Deutschen Presseagentur (dpa) arbeiten, haben sich zu einem Warnstreik entschlossen.

Anlässlich der dritten Verhandlungsrunde mit der dpa fordern sie bessere Honorare, die seit 2009 nicht angehoben wurden, klare Regelungen zum Urlaubsentgelt sowie zur Übernahme von Auslagen wie Fahrtkosten und Datenkommunikation (Meldung in der taz).

Es ist ein mutiger Schritt der festen Freien, ihren berechtigten Forderungen auf diese Weise Nachdruck zu verleihen – erst recht, weil viele von ihnen keine vertraglichen Zusicherungen haben und mit dem Streik riskieren, einen wichtigen Auftraggeber zu verlieren.

Viele freie Journalisten, insbesondere wenn sie zu einem Stamm freier Mitarbeiter gehören, etwa von Verlagen oder Sendern, sind in einer ähnlichen Situation. Sie kennen seit Jahren niedrige Honorare und Kürzungen bei der Übernahme von Auslagen, sie müssen um vertragliche Zusicherungen, Urlaubsregelungen und faire Behandlung hart ringen.

Daher erklären wir Freischreiber uns solidarisch mit den streikenden freien Foto-Kollegen und unterstützen ihre Forderungen. Wir verstehen den Ausstand auch als Signal und Impuls für alle freiberuflich Medienschaffenden.

Der Vorstand des Freischreiber e.V.

Foto: Christian Lendl, CC BY 2.0