Verlage wollen mehr Online-Tantiemen - wir auch!

0;21;0;0;Auf die Tantiemen der VG Wort haben viele der großen Verlage jahrelang gepfiffen, umso genauer nehmen sie es jetzt mit den Vergütungen für journalistische Artikel auf ihren Onlineseiten. Aber auch die Autoren sollten sich schleunigst darum kümmern. Denn es geht um den gleichen Topf, aus dem das Geld verteilt werden soll. Zurzeit werden von der VG Wort Online-Artikel vergütet, für die mehr als 1500 Zugriffe gezählt wurden. Es gibt zwei Staffeln: Von 1500 bis 3000 Zugriffe und ab 3000 Zugriffe (pro Tag! Hochgerechnet aufs Jahr). Bei der derzeit laufenden Sonderausschüttung, bei der die Autoren ihre Texte selbst melden müssen, bekommt jeder Autor einmal pauschal ab dem ersten gemeldeten Text 12 Euro und für jeden weiteren Text 3 Euro. Die Mindestklickzahlen für Online-Artikel sind allerdings noch nicht endgültig festgelegt. Wenn es gelingt, mehr Geld für Onlineverwertungen von Artikeln locker zu machen – zum Beispiel durch neue Gebühren für Copy-Shops – könnten auch die Mindestklickzahlen für Tantiemenausschüttungen heruntergesetzt werden. Dann wären die Ausschüttungen der VG Wort für Online-Artikel deutlich attraktiver. Allerdings wollen die Verlage künftig auch mehr vom Kuchen abhaben. Als Werkmittler stehen ihnen Tantiemen für Zweitverwertungen ebenso zu wie den Autoren. Die VG Wort plant deshalb, die Tantiemen für Zweitverwertungen im Onlinebereich zwischen Werkmittlern und Autoren neu aufzuteilen. Derzeit erhalten Autoren 50 Prozent und die Verlage 35 Prozent. Ab 2010 sollen Autoren und Verlage jeweils 50 Prozent erhalten. Beschlossene Sache ist das aber noch nicht. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass man – in Zeiten von Buy-Out-Verträgen – hier kaum von einer gerechten Aufteilung zwischen Autor und Werkmittler sprechen kann. Deshalb: Erhebt rechtzeitig Anspruch auf Euren Anteil! P.S. Momentan überarbeitet die VG Wort ihr System für die Meldung von Internet-Texten. Die äußerst komplizierte (und deshalb von freien Journalisten selten genutzte) Zählpixel-Montage soll erheblich einfacher und „anwenderfreundlicher“ werden.