Wir freuen uns über die Entscheidung des EU-Parlaments

Freischreiber, der Berufsverband für freie Journalisten und Journalistinnen, ist froh, dass das EU-Parlament heute dem Vorschlag des Rechtsausschusses für die Modernisierung des Urheberrechts in der digitalen Welt nicht gefolgt ist. „Sagen wir, wie es ist: In einigen Punkten geht es nicht um eine Stärkung der Urheber, sondern um die Interessen von Verlagen, die laut Definition keine Urheber sind“, sagt Dr. Carola Dorner, Vorsitzende des Verbands, „damit wäre das Ziel der Reform verfehlt.“

Freischreiber kritisiert vor allem Artikel 12, der eine Beteiligung der Verleger an der Ausschüttung der Gelder der Verwertungsgesellschaft Wort in Deutschland einführen würde. Freischreiber hatte sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, dass diese Praxis, die unrechtmäßig war, ein Ende fand. Mehr dazu hier.

Zudem kritisiert der Verband Artikel 11. Dieser sieht ein EU-weites Leistungsschutzrecht für Verleger vor, obwohl das trotz der Einführung in Deutschland 2013 als gescheitert angesehen werden muss. Es blieb folgenlos und hat den Urhebern keinen Cent gebracht. Mehr dazu hier.

Freischreiber würde sich darüber freuen, wenn in der kommenden Diskussion die Urheber im Zentrum stünden und diese nicht länger von Verlagen auf der einen Seite und von Netzaktivisten auf der anderen Seite bestimmt würde. Danke für Ihre Unterstützung.

Hintergrund: https://www.freischreiber.de/aktuelle/europa-andert-spielregeln-fur-autoren/

Juli 2018

Reaktionen:

Sascha Lobo via spiegel-online

Meedia