"Wir müssen an die Honorare auch noch ran": das Video zur Podiumsdiskussion

“Himmel-Hölle-Podiumsdiskussion” on Vimeo „Schreiben ist Silber, Schweigen ist Gold – wie groß ist das Risiko für Freie, wenn sie für ihre Rechte kämpfen?“: So lautete der Titel der Podiumsdiskussion, zu der Freischreiber am 11. November eingeladen hatte. Die Diskussion mit der anschließenden Verleihung des Himmel-Preises an brand eins war der Schlusspunkt unter die Premiere der Himmel-und-Hölle-Kampagne. Auf dem Podium saßen Katja Kullmann (freie Journalistin), Michael Ebert (Chefredakteur Neon), Thomas Friemel (Chefredakteur Enorm), Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur Spiegel Online) und Benno Stieber (Vorstand Freischreiber). Es moderierte Ingrid Kolb. Das Fazit des Abends lautete: Reden ist Gold. Denn es gelang in der Diskussion nicht nur, Unstimmigkeiten auszuräumen, die im Umfeld der Nominierungen für den Himmel-und-Hölle-Preis entstanden waren. Es wurde auch klar, dass der Code of Fairness, den Freischreiber vorgelegt hatte und der die Grundlage aller Überlegungen zum Himmel-und-Hölle-Preis war, eine vernünftige Basis sein kann, auf der Redaktionen und Freie weiter über die Bedingungen ihrer Zusammenarbeit diskutieren können. Was noch besser war: Freischreiber-Autoren erfuhren, dass Spiegel Online die Autorenverträge ändern wird. Anlass für den Sinneswandel war nach Aussage von Mathias Müller von Blumencron der Brief, den im August 40 über Freischreiber organisierte Autoren an Spiegel Online geschickt hatten. Darin hieß es unter anderem: „Wir freuen uns sehr, zu hören, dass für Spiegel Online auch 2011 wieder ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr werden wird. Als freie Autoren sind wir stolz, unseren kleinen Teil zu diesem Erfolg beizusteuern. Jedoch machen uns manche Bedingungen, unter denen wir für Spiegel Online recherchieren und schreiben, ernsthafte Sorgen.” „Der Brief hat uns wachgerüttelt“, sagte Blumencron in der Diskussion. Er kündigte zudem an, dass Freie bei Spiegel Online in Zukunft besser bezahlt würden. „An die Honorare müssen wir auch noch ran”, sagte er, nachdem eine Autorin geschildert hatte, dass sie kürzlich für einen Artikel 135 Euro erhalten hatte – für drei Tage Arbeit. Die Diskussion steht nun online, wir bitten die schlechte Tonqualität zu entschuldigen. Gut, dass wir geredet haben. Auf dass in nicht allzu ferner Zukunft ein verbindlicher Code entstehen möge. PS: Und so berichteten die Kollegen im Anschluss über die Veranstaltung: taz: Das Jüngste Gericht der Anonymen taz: Die Kriegsreporterin Newsroom: Trotz heftiger Diskussionen – Freischreiber halten am Hölle-Preis fest Das Altpapier: Hölle, Bambi, Vorstandswahl