Zahlungsmorality

Eigentlich hat in diesen Zeiten ja jeder Applaus verdient, der es wagt, auf eigene Faust und Kosten ein Magazin auf den Markt zu werfen. So wie Diddo Ramm, der vor kurzem Relevance veröffentlicht hat, ein papiernes Symbol dafür, dass es auch mitten im Strukturwandel noch genug Leute gibt, die an die Zukunft von hochwertigem Journalismus glauben. Aus Gründen der Transparenz sei an dieser Stelle erwähnt, dass mehrere Freischreiber-Mitglieder an der ersten Ausgabe von Relevance mitgearbeitet haben. Und dann gibt es Magazine wie Quality, die mit dem gleichen Anspruch angetreten sind, deren Macher allerdings zu übersehen scheinen, dass Quality und Zahlungsmorality zusammengehören. Drüben bei Print würgt ruft Michalis Pantelouris deshalb zum Boykott der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe auf.