Freie können sich bei ZEIT auf Code of Fairness berufen

Die Redaktion bekennt sich damit zu einem fairen Umgang mit Freien Autoren. „Ein Signal für die gesamte Branche“

Hamburg 25.03.2015. Die Chefredaktion der ZEIT unterzeichnet neun von zehn Punkten unseres Code of Fairness. Damit bekennt sich die Wochenzeitung als erste große Redaktion zu verbindlichen, wiewohl juristisch nicht einklagbaren Kriterien für einen fairen Zusammenarbeit mit freien Autoren.

Moritz Müller-Wirth, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT erklärt: “Der Großteil der Punkte des Code of Fairness war in unserem Haus ohnehin gut geübte Praxis. In anderen, wie zum Beispiel die Bezahlung eines Beitrages bei seiner verbindlichen Annahme und nicht erst bei Abdruck haben wir uns gerne den Bedürfnissen der Freien Autoren angepasst”

„Wir freuen uns sehr, dass sich gerade die renommierte Wochenzeitung damit öffentlich zur fairen Zusammenarbeit bekennt“, sagt Benno Stieber, Vorsitzender des Verbands. „Das ist gerade in Krisenzeiten ein wichtiges Signal für die gesamte Branche“.

Die Printredaktion der ZEIT ist damit die zweite Redaktion, die den Code of Fairness von Freischreiber unterzeichnet. Zuvor hatte bereits das Online-Magazin Krautreporter den Code unterschrieben. Anders als Krautreporter bekennt sich DIE ZEIT zu neun von zehn Punkten. Eine Klausel, die garantiert, dass freie Autoren an allen Erlösen ihrer Werke finanziell beteiligt werden, wollte die Redaktion aussparen. Moritz Müller-Wirth, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT, erklärt dazu: „Da DIE ZEIT Vereinbarungen über die Weiterverwertung der Werke der Autoren nach individuellen Kriterien trifft, wurde der 10. Punkt aus der Vereinbarung ausgenommen.“

Der Code of Fairness regelt die Zusammenarbeit zwischen festen Redakteuren und freien Autoren. Er umfasst journalistische Grundsätze, faire Honorierung, Zahlungstermine und den transparenten Umgang mit Themenideen. Benno Stieber:

„Wir freuen uns über jede Redaktion, die dem Beispiel der ZEIT und von Krautreporter folgt.“

Die Vereinbarung gilt nur für die Printausgabe der ZEIT.