vom 04T10:12:29+00:00.11.2020

 

Ein physischer Begleiter für harte Tage
#DurchDieKriseNurGemeinsam

Liebe Kollegen und Kolleginnen, liebe Freischreiberinnen und Freischreiber,

ja, schwierig gerade. Zum zweiten Mal in diesem Jahr, auch wenn es voraussehbar war. Wir haben gestern diesen Appell mit drei Forderungen zur besseren Unterstützung von Solo-Selbständigen und Freiberufler*innen unterzeichnet. Initiiert von Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wird die Bundesregierung aufgefordert, die Belange der Solo-Selbstständigen und Freiberufler endlich ernst zu nehmen. “Deswegen fordern wir die Bundesregierung auf:  

  1. Die Belange der Solo-Selbständigen und Freiberufler endlich ernst zu nehmen und sie auch auf höchster Ebene gleichberechtigt mit anderen Wirtschaftsverbänden bei der Ausgestaltung und Nachbesserung von Hilfsprogrammen zu konsultieren. 
  2. Die bestehenden Überbrückungshilfen nicht erst im Januar sondern unverzüglich zu entbürokratisieren und diese wie auch die Notfallhilfen für mehr Betroffene zugänglich zu machen. 
  3. Den Weg für einen Unternehmer*innenlohn endlich frei zu machen. Betroffenen damit Unterstützung bei den Kosten ihres Lebensunterhalts zukommen zu lassen und drohende Altersarmut zu verhindern.” 

Wir wünschen diesem Appell den Erfolg, den es braucht, damit die Belange der Soloselbstständigen endlich ernst genommen werden. Teilt diesen Appell! #DurchDieKriseNurGemeinsam 

Wir kümmern uns in der Zwischenzeit weiter mit Hingabe um die Belange der Freischreiberinnen und Freischreiber und aller anderen Freischreibenden. Womit wir bei der Freienbibel wären. Der neuen Freienbibel, der „Freienbibel 2“. Für diese haben wir jetzt auf Startnext das Crowdfunding gestartet, damit wir sie auf den Weg bringen, mit Inhalt füllen und nicht zuletzt ordentlich drucken und binden lassen können. Mindestens 308 Unterstützer*innen brauchen wir! Die schon mal eine der neuen Freienbibel bestellen (und bezahlen) oder die uns finanziell unter die Arme greifen wollen – wo wir doch mit so schönen Angeboten locken: vom Privat-Webinar ,Besser Verhandeln‘ bis zur Möglichkeit, einen Klassensatz der „Einsteiger-Bibel“ an die Journalistenschule der Wahl schicken zu lassen. Warum sich der Einsatz mehr als lohnt und warum alles, was mit der „Freienbibel 2“ zu tun hat, eine coole Sache ist, das verrät uns jetzt in einem kurzen Interview Katharina Jakob vom Redaktionsteam, die wie Jakob Vicari vom Freischreiber-Vorstand schon zum Team der ersten Freienbibel gehörte.

Katharina, wir machen jetzt mal eine Art Pitch und du hast eine Minute Zeit zu erzählen, was der Clou an der neuen Freienbibel ist – und los!
Die Freienbibel enthält geballtes Wissen, das alle freien Journalisten und Journalistinnen absolut brauchen und das sonst nirgendwo verfügbar ist. Es gibt zwar hier ein Handbuch für Freie und da ein Handbuch, aber was wir schreiben, kommt direkt aus der Praxis. Wir als Freischreiber sind die Einzigen, die wirklich die Praxis bis ins Kleinste kennen. Und das bedeutet, wenn wir die Freienbibel schreiben, kommt hier das Wissen aus wahnsinnig vielen Jahren Berufserfahrung von freien Journalisten zusammen. Wir wissen, was wir brauchen und wir sind die Einzigen, die es aufschreiben können. Wir haben es im März gesehen, beim ersten Lockdown, die Leute standen absolut auf dem Schlauch … 

Die Minute ist leider um …
Du bist aber streng … jedenfalls: Was damals ab März bei uns online in den Freienbibel-FAQ stand, das wussten die Leute nicht, das gab es nirgendwo sonst zu erfahren, wir aber konnten es liefern …

Überall heißt es: ‚Die Welt wird digitaler‘. Warum wird es ein Buch? 
Es ist zum einen der Nachfolger der ersten Freienbibel, die es auch als Buch gegeben hat, und dass wir digitaler werden, heißt ja nicht, dass die analogen Medien vom Rand der Welt verschwinden. Ein Buch zu haben, in dem man mal eben etwas nachschlagen kann und das auch im Spessart oder im Thüringer Wald, wo es vielleicht keinen guten Internetanschluss gibt, – das ist es, was wir uns vorstellen: einen physischen Begleiter für harte Tage. Nur unter uns: Ich habe seit zwei Jahren das Digital-Abo einer Wochenzeitung, vorher hatte ich das Print-Abo. Und ich bin gerade schwer am Überlegen, ob ich das nicht wieder rückgängig mache, weil ich wirklich bis zu zwölf Stunden am Tag am Rechner sitze, auf den Bildschirm starre und das nicht gesund finde. Lieber würde ich abends auf dem Sofa liegen, die Zeitung lesen und nicht den Rechner wieder hochfahren, und so stelle ich mir das mit der Freienbibel auch vor. Außerdem: Analog ist nicht langsam, analog kann wahnsinnig schnell sein. Ein Buch in der Tasche zu haben, einfach etwas nachschlagen, ohne sich irgendwo einzuwählen, das hat was. 

Für Nicht-Freischreiber-Gemeindemitglieder: Warum heißt es „Freienbibel“?
Es folgt einmal der Tradition der ersten Freienbibel, die damaligen Autoren und Autorinnen haben sich ‚Bibelkreis‘ genannt. Wir mussten uns damals anhören: „Das ist doch Mist, nennt es wenigstens ‚Fibel‘ und nicht ‚Bibel‘“. Aber wir sind wie aus Trotz dabeigeblieben und es war großartig und es hat uns total inspiriert. ‚Bibel‘ auch, weil dieses Buch wichtig ist. ‚Am Anfang war das Wort‘, das ist bei uns genauso. Von daher tun wir einen Teufel und weichen nicht von der Tradition ab. Wir bekommen immer noch Bestellungen für unsere erste Freienbibel – nach sieben Jahren!

Du gehörst zum Autoren- und Autorinnen-Team. Worauf freust du dich, wenn die Freienbibel geschrieben ist?
Ich freue mich auf die geballten Ideen und das geballte Wissen meiner Mit-Redakteure und -redakteurinnen, was ich ja selbst als Einzelne auch nicht habe. Also: die Innovationen im Journalismus, die sich ja auch dauernd verändern und die Jakob Vicari kennt, der hat da den Finger am Puls. Ich freue mich auf das, was Anja Reiter alles weiß über Tech&Tools und wie Jan Schwenkenbecher übers Geldverdienen schreiben kann; ich freue mich auf das unfassbar lexikalische Wissen eines Oliver Eberhardt und dann die tolle Schreibe von Jens Eber – das sind alles Preziosen, auf die ich selber brenne. Ich freue mich wirklich auf dieses Wissen, das zusammengefasst wird und ein Kompendium ergibt, von dem ich sage: ‚Wow!‘ Im Prinzip bin ich unsere erste Kundin.

Liebe Katharina, danke für das Interview und alle Newsletter-Leser wissen ja, was jetzt zu tun ist. Hier geht es zum Crowdfunding „Freienbibel 2“
 

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Freischreiberiges

Gratulieren können wir und das tun wir gerne und von Herzen: Und zwar wurden Freischreiberin Gesa Steeger in der Kategorie „Nachwuchs“ und Freischreiber Nikolaus Fecht in der Kategorie „Fachbeitrag“ beim Wettbewerb „Grüne Reportage 2020“ des VDAJ ausgezeichnet. Der VDAJ ist der Verband Deutscher Agrarjournalisten – auch den gibt es.

Ein weiterer Preis ist zu vermelden: Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat den „Bundespreis Verbraucherschutz 2020“ in der Kategorie „Engagement für Verbraucherschutz“ an das Online-Magazin MedWatch verliehen. Mitgegründet wurde es von Freischreiberin Nicola Kuhrt, die die Chefredakteurin ist. Entstanden ist auch , der die Arbeit von MedWatch kurz und kompakt vorstellt.

„Aufstand im Kupferwald“ ist der Titel eines Radio-Features von Freischreiberin Elisabeth Weydt (zu hören am 15.11., um 11:05 Uhr oder in der NDR-Mediathek): „Unter dem Nebelregenwald von Ecuador liegt ein milliardenschwerer Kupferschatz verborgen. Autorin Elisabeth Weydt ist mittendrin im Konflikt zwischen Mega-Firmen und Klima- und Umweltschützern.“ Schon ein Blick auf die beeindruckenden Bilder lohnt … 

„Wie spreche ich Sterben und Tod an, wenn ein nahestehender Mensch nicht mehr lange zu leben hat oder ich selbst betroffen bin? Welche Themen sind überhaupt wichtig für die Angehörigen – seien es Partner, Freunde, Kollegen, Kinder oder Geschwister – und für den sterbenskranken Menschen selber? Was ist überhaupt ein gutes Gespräch?“ Fragen, denen sich ein neues Buch von Freischreiberin Anke Nolte nähert: „Einfühlsame Gespräche am Lebensende“. 

Verwandtes

Eigentlich wollten wir vermelden, dass unser Partnerverband „Freelens“ der freien Fotojournalist*innen seine Galerie wieder eröffnet und mit einer famosen Ausstellung bestückt hat – aber nun ist ja erstmal wieder geschlossen. Aber wir weisen gerne darauf hin, dass ein neuer Vorstand gewählt wurde, der „jünger, weiblicher, hoch motiviert“ sei. Wir wünschen viel Erfolg! 

Dies & das

„Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind zunehmend auch im journalistischen Berufsfeld zu finden“, schreibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Und schiebt dazu eine Studie zum Thema Prekarisierung im Journalismus an: „Zielgruppe der Studie sind alle Journalist*innen Deutschlands unabhängig von ihrem jeweiligen Beschäftigungsverhältnis, seien sie hauptberuflich oder nebenberuflich im Journalismus tätig. Dazu zählen auch Volontär*innenund Fotojournalist*innen. Außerdem befragen wir ehemaligehauptberufliche Journalist*innen, die ihren Beruf in den letzten fünf Jahren gewechselt haben und nun nicht mehr im Journalismus arbeiten.“ Hier geht es zum Fragebogen, der selbstverständlich anonymisiert ist, und wir bitten freundlich um Teilnahme. 

Veranstaltungen

„Normaler Notstand? Leben und Arbeiten in Zeiten der Pandemie“ ist eine digitale Veranstaltung der Weltreporter überschrieben: „Lassen Sie sich von unseren Weltreporter*innen mitnehmen an Orte rund um den Erdball. Orte, an denen sie seit Jahren leben und arbeiten. Lassen Sie sich erzählen, was in den USA jenseits von Trump passiert. Wie Corona Gesellschaften verändert und wie man als Journalist*in damit umgeht – und wie gefährlich es für uns alle ist, wenn aus manchen Regionen oder Ländern gar nicht mehr oder nur im Krisenfall berichtet wird.“ Der zweite Termin der Reihe “Weltreporter Live: Unterwegs in der neuen Zeit” ist am 19. November, um 18 Uhr geht es los. Infos, Mitschnitte und Anmeldung hier

Preise & Stipendien

Noch kann man sich bewerben, bis zum 15. November. Für den #Netzwende-Award. „Prämiert werden digitale Projekte, Initiativen, Organisationen und Startups, die einen Unterschied machen wollen. An erster Stelle steht nicht das wachstumsstärkste Geschäftsmodell, sondern der gesellschaftliche ‚Impact‘. Ausgeschlossen vom Bewerbungsverfahren sind einzelne Artikel oder Beiträge.“ Im Topf liegen 10.000 Euro, außerdem gibt es einen Sonderpreis und die Möglichkeit, sich für Workshops zu bewerben.

So. Das war‘s schon wieder. Also fast. Denn weil wir mit einem Buch (der Freienbibel!) begonnen haben, wollen wir auch mit einem Buch enden und dazu gibt es folgende Einleitung: „Kennen Sie Freddy Lounds? Den schmierigen, eitlen Tabloid-Reporter aus der Thomas-Harris-Verfilmung ‚Roter Drache‘ von 2002? Diesen journalistischen Brandstifter, der die Ermittlungen des FBI gefährdet und selbst als menschliche Fackel endet? Dieser Freddy Lounds war die erste filmische Reporterfigur, die ich bewusst wahrgenommen habe. Als ich den Film sah, verdiente ich mir meine ersten Sporen als Lokaljournalist. Ich wusste sofort: So wie Lounds will ich niemals sein. Und schon gar nicht enden.“ So schreibt Kollege Patrik Torma, der den Blog www.journalistenfilme.de ins Leben holte, dem wir manchen Newsletter-Rausschmeißer verdanken. Weshalb wir uns nun gerne revanchieren und auf sein erstes Buch hinweisen möchten, erschienen in der Edition Popkultur: „SCOOPS, SKANDALE, SENSATIONEN – 50 Journalistenfilme von Almost Famous bis Zodiac“.

In diesem Sinne
Kommen Sie gut durch die Tage

Ihre Freischreiber*innen

 

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Hier geht´s zum Freienbibel-Blog, der Vorform der nächsten komplett neuen Freienbibel mit aktuellen Infos zur Recherche in Zeiten von Corona, Inspirations-Camp und vielem mehr. 


Für Mitglieder: Digitaler Jottwede-Abend am 19. November 2020 um 20 Uhr. Thema: Leben und Arbeiten in der Provinz mit Fokus auf Aufnahmetechnik für Telefoninterviews. Infos hier. #teamfreischreiber #gemeinsamstatteinsam #coronakannunsmal 


Digitaler Freischreiber-Weihnachtsabend am 1.12. mit dem wunderbaren Team #Freienbibel2. Infos in Kürze auf www.freischreiber.de 


Was steht drin im Honorarreport 2020? Hier online nachlesen



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