Gegen ein Leistungsschutzrecht

Freischreiber e.V., der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, fordert die Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage.

Wir lehnen die damit verbundene zwangsweise Abgabe für gewerbliche Nutzer von Presseerzeugnissen ab. Das geltende Leistungsschutzrecht ist weder im Interesse der Urheber noch im Interesse der Allgemeinheit.
Es droht die strukturelle Ungleichheit zwischen Verlagen und freien Journalisten weiter zu verschärfen. Wir müssen zudem befürchten, dass das Leistungsschutzrecht Probleme mit der Zweitverwertung unserer Werke mit sich bringt und innovative Entwicklungen unserer Branche weiter hemmt.
Insgesamt gilt: Nicht die Verlage müssen aus dem derzeitigen Strukturwandel gestärkt hervorgehen, sondern der Journalismus. Dies hat der Bundestag mit der Verabschiedung des Leistungsschutzrechts im Sommer 2013 leider verpasst.